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Arzneimittel-Report 2005

1 Einleitung

  1.1 An ihren Forschungsergebnissen sollt Ihr sie erkennen!
  1.2 Aber: Alt bedeutet nicht unwirtschaftlich und neu nicht innovativ
  1.3 Umsatzanteile pharmazeutischer Hersteller
  1.4 "Marketingstandort" Deutschland
  1.6 Ungesunde Pharmariesen? Kein Fall für die GKV!
  1.7 Notwendige Strategie für die Zukunft der GKV: Mehr Qualität und Effi zienz

2 Ergebnisse der Arzneimittelanalysen

3 Spezielle Analysen zu einzelnen Indikationsgebieten

"Marketingstandort" Deutschland

Allerdings treffen Marketingstrategien der Hersteller zur Absatz- und Verordnungsförderung derzeit kaum auf eine wirksame "Gegenöffentlichkeit". Die rund 25 Millionen Besuche von Pharmareferenten pro Jahr (pro Tag werden gute Verordner von rund 7 Referenten besucht!) und die auf das einzelne Produkt bezogenen Informationen, die typischerweise immer zugunsten des eigenen Arzneimittels ausfallen, tragen eher zur Verwirrung und nicht zur Klärung im Sinne einer vergleichenden Bewertung der insgesamt angebotenen Alternativen bei. Diese Strategien haben aber den Begleiteffekt, dass tatsächlich der Marketingdruck ein neues Arzneimittel zum Absatzerfolg "hochwerben" kann, auch wenn es keinen erkennbaren therapeutischen Fortschritt 19 aufweist. Alleine die Firmen Pfi zer, MSD und AstraZeneca bringen es pro Jahr auf rund 4 Millionen Arztbesuche – bei einem angenom menen Wert von rund 80 Euro pro Besuch liegen die Ausgaben für diese Arztkontakte bei etwa 320 Mio. Euro, in der gesamten Branche mit 25 Mio. Besuchen übrigens bei 2 Mrd. Euro.

Und wenn dann noch in der für Manager in letzter Zeit üblichen, ungeniert vorgetragenen Offenheit der Vorstandsvorsitzende der Firma Novartis, Daniel Vasella, in einem Spiegelinterview im Jahre 2003 sagt: "Die Marketingausgaben sind im Schnitt fast doppelt so hoch wie die Forschungsausgaben. Es genügt nicht, etwas Gutes zu entdecken. Sie müssen es auch noch verkaufen, sonst verdienen Sie nichts", dann wird die Strategie überdeutlich: Auch Arzneimittel, die keineswegs einen therapeuti schen Fortschritt mit sich bringen, werden zu "Blockbustern" hochgeworben. Die notwendige unabhängige Information, als Basis für ver gleichende Bewertungen vor jeder Verordnung, muss dabei ins Hintertreffen geraten. Es kann daher nicht erstaunen, dass die Marke tingausgaben in Deutschland in den letzten Jahren erheblich angestie gen sind: die Aufwände für Pharmareferenten wuchsen seit 1997 um 28%. Hinzu kommen Ausgaben für Werbung, "Marketingstudien" oder "Fortbildungsveranstaltungen"; die Gesamtaus gaben alleine für diese Maünahmen dürften bei 3 – 4 Mrd. Euro liegen. Die Forschungs ausgaben und -ergebnisse gerieten derweil ins Hintertreffen, wie inter nationale Vergleiche bei wirklichen Innovationen zeigen: In Deutschland wurden hierfür im Jahre 2002 3,9 Mrd. Euro ausgegeben, in Groü britannien 5,2 Mrd. Euro – es kann daher nicht erstaunen, dass die durchschnittliche Anzahl von Innovationen in Groübritannien bei 33 Wirkstoffen in den vergangenen Jahren lag, in Deutschland zwischen 25 und 28.

Erfolge von Arzneimitteln werden oftmals herbeigeworben, auch wenn der therapeutische Nutzen oder der Preis keineswegs überzeugen. Die folgenden Zahlen zeigen exemplarisch den Herstellerumsatz der Pro dukte im Jahre 2003 mit Veränderungsraten zum Vorjahr und die 20 pro duktbezogenen Werbeausgaben im Jahre 2003, ebenfalls mit den Veränderungen zum Jahr 2002.

Alle aufgeführten Mittel sind zumindest in ihren Hauptindikationen Analogprodukte ohne Vorteil gegenüber bereits im Markt angebotenen Arzneimitteln ("me-toos" oder Scheininnovationen), die z. T. durch kostengünstige Generika (G) substituierbar wären.

Tabelle 1.3 Umsätze und Werbeausgaben für Arzneimittel ohne therapeutischen Zusatznutzen (Quelle: GPI 2003)

Produkt Umsatz (+/-%) Werbung (+/-%)
NexiumMups (G) (AstraZeneca) 135 Mio. € (44,8%) 20 Mio. € (14%)
Beloc ZOK (G) (AstraZeneca) 103 Mio. € (16,7%) 10 Mio. € (21%)
412 Mio. € (4,2%) 27 Mio. € (9%)
Norvasc (G ab 2004) (Pfi zer) 148 Mio. € (21,5%) 15 Mio. € (-8%)*
* (Da für Norvasc das Patent auslief und im Jahre 2004 Generika auf den Markt kamen, hat der Hersteller Pfi zer das Werbebudget offensichtlich verringert.)

Beispiele einiger deutscher Pharmafi rmen im Spiegel ihrer Arzneimittel – 3 aus der Gruppe der umsatzstärksten 20 und zwei weitere aus den TOP 50

Wenn Klage darüber geführt wird, dass die üblicherweise in Deutschland angewendeten Arzneimittel zu einem gröüerem Anteil als in anderen Ländern veraltet seien, dann ist dies weniger dem deutschen System der gesetzlichen Krankenversicherung zuzuordnen als vielmehr dem Angebot auf dem Arzneimittelmarkt. Dieses hat offensichtlich längst nicht den therapeutisch innovativen Charakter, wie es die Verbände der phar mazeutischen Hersteller immer wieder glauben machen wollen. Betrachten wir einige bundesdeutsche Firmen mit dem Alter ihrer für den Umsatz wichtigsten Arzneimittel (Präparate geordnet nach Umsatzbedeutung für den jeweiligen Hersteller):

Tabelle 1.4 Boehringer Ingelheim (2003 ca. 485 Mio. Euro Umsatz, gegenüber dem Vorjahr + 2,4%) – Präparate mit den höchsten Umsatzanteilen

BI-Präparat Anwendungsbereich Umsatzanteil Einführungsjahr
Spiriva COPD 12,7% 2002
Alna Bluthochdruck, Prostatahyperplasie 9,2% 1996
Berodual Asthma 9,0% 1980
Sifrol Parkinsonmittel 7,7% 1998
Thomapyrin Kopfschmerzen 6,5% 1971
Dulcolax Abführmittel 4,8% 1952
Micardis Herz-/Kreislaufmittel, AT-II-Antagonist 4,2% 1999
Micardis plus Kombination AT-IIAntagonist/Diuretika 3,1% 2002
Mucosolvan Expektorans 4,0% 1979
Denan Cholesterinsenker 3,2% 1990
Aggrenox Thrombozytenaggregationshemmer 1,0% 2002


Insgesamt wurden nach den IMS-Daten 39 Mittel der Firma Boehringer nach dem Jahr 1985 in den Markt gebracht, 30 in den Jahren zwischen 1965 und 1985 sowie 11 noch vor 1965. Der gröüte Anteil des Angebotes der Firma Boehringer Ingelheim ist also älter als 20 Jahre – keine überzeugende innovative Produktpalette – und daran sollte die GKV mit ihren Regulationen Schuld haben? Und noch immer werden mit solchen Arzneimitteln erhebliche Umsätze gemacht. Bei den neuen Mitteln bietet Boehringer-Ingelheim kaum überzeugende Innovationen, am ehesten ist noch das Parkinsonmittel Sifrol dazuzurechnen. Aggrenox ist eine Kombination aus Acetylsalicylsäure und Dipyridamol ohne überzeugenden Zusatznutzen gegenüber Acetylsalicylsäure allein und ein Nachfolgeprodukt des Asasantin, das bereits 1977 in den Markt kam und die 22 beiden genannten Wirkstoffe enthielt, allerdings in einer anderen Dosierung. Sollte Boehringer Ingelheim das neue Aggrenox nun als neu und innovativ bezeichnen wollen? Das wäre allerdings ein gründliches Missverständnis. Der AT-II-Antagonist Micardis (Telmisartan) incl. der Kombination mit einem Thiazid ist ein Analogprodukt, ebenfalls ohne eigenständigen Zusatznutzen. Dennoch erreichen die beiden Micardis-Produkte einen Umsatzanteil von 7,3% und damit knapp 36 Mio. Euro. Dass aber (zumindest in Maüen) innovative Arzneimittel ihren Markt und Umsatz fi nden, zeigt das Produkt Spiriva (Tiotropium), das im Jahre 2002 eingeführt wurde und bereits knapp 13% des Umsatzes von Boeh ringer Ingelheim ausmacht (knapp 60 Mio. Euro) – Innovationen lohnen sich eben auch und besonders im Bereich der GKV. Hätten also Firmen wie Boehringer oder andere mehr in die Forschung investiert und wirk liche Innovationen vermarktet, hätte sich auch ein Vermarktungserfolg eingestellt, ohne extreme Summen in die Werbung "stecken" zum müssen.

Tabelle 1.5
Bayer (2003 ca. 372 Mio. Euro Umsatz, gegenüber dem Vorjahr + 1,9%) – Präparate mit den höchsten Umsatzanteilen
Bayer-Präparat Anwendungsbereich Umsatzanteil Einführungsjahr
Avalox Antibiotikum 6,4% 1999
Levitra Erektile Dysfunktion 3,9% 2003
Lefax Magenmittel 3,3% 1962
Talcid Magenmittel 3,6% 1977
Polyglobin Immunglobulin 3,1% 1987
Baymycard Herz-Kreislaufmittel 3,0% 1990
Glucobay Diabetesmittel 2,8% 1990
Ciprobay Antibiotikum 2,3% 1987
Aspirin Schmerzmittel 10,4% 1900
Aspirin plus C Schmerzmittel 10,9% 1971
Aspirin complex Grippemittel 2,9% 2003

Ein groüer Umsatzanteil entfällt bei Bayer auf Blutzuckermessstreifen (ca. 24%), dies sind Produkte, bei denen ein Innovationswert nur selten erkennbar ist, die aber die GKV mit erheblichen Kosten belasten.

Das Arzneimittelspektrum ist seit dem durch Bayer selbst mitverschuldeten Lipobay-Desaster (ein durch Referenten und Werbung mit übertriebenen Aussagen und angeblichen Dosierungs- und Verträglichkeitsvorteilen in den Markt "gedrückter" Cholesterinsenker) eher bescheiden, wenn der Innovationswert betrachtet wird. Aspirin, so wirbt Bayer, "ist die Medizin Deines Lebens" – es ist vielmehr die Medizin für das über leben von Bayer. Kaum eine Marke eines Arzneimittels wurde derart diversifi ziert angeboten und in immer wieder neue Zubereitungsformen gezwungen wie Aspirin: Als Tablette und Brausetablette (pharmakolo gisch geeignet), als Brausepulver und Kautabletten (pharmakologisch ungeeignet), in unterschiedlichen Dosierungen, als Mittel zur Vermei dung eines erneuten Herzinfarktes oder Schlaganfalls (pharmakologisch geeignet) und in einer Mischung mit einem anderen Stoff als Grippemit tel als neuestes Produkt (pharmakologisch abwegig). überfl üssig ist auch Glucobay – ein Mittel bei Typ-2-Diabetes, das wahrscheinlich nicht mehr nutzt als es auch Müsli täte, beides kann die Resorption von Kohlenhydraten verzögern! Ein wenig hält sich Bayer durch das Potenzmittel Levitra aufrecht – der Rückgriff auf Lifestyle-Arzneimittel als Rettungs anker für eine völlig "ausgebrannte" Produktpalette, zusätzlich auch durch alte Selbstmedikationsmittel wie Talcid und Lefax: Keine wirkliche Innovation in den letzten 15 Jahren! Mangelnde Zukunftssicherung und Managementfehler bei der Krisenbewältigung im Zusammenhang mit Lipobay haben Bayer an den Rand der Existenzsicherheit gebracht, nicht die GKV.

Tabelle 1.6
Altana (2003 ca. 242 Mio. Euro Umsatz, gegenüber dem Vorjahr + 1,2%) – Präparate mit den höchsten Umsatzanteilen
Altana-Präparat Anwendungsbereich Umsatzanteil Einführungsjahr
Pantozol Protonenpumpen-Hemmer 64,8% 1994
Querto Herz-Kreislauf 10,7% 1993
Zacpac Magenmittel zur Eradikation 5,7% 2000
Ebrantil Herz-Kreislauf 4,5% 1977
Urion Prostatamittel 3,3% 1995
Euphylong Asthma 3,0% 1903
Bikalm Schlafmittel 1,3% 1991
Aequamen Mittel gegen Schwindel 1,2% 1977

Mehr als 2/3 des Umsatzes entfallen bei Altana auf einen einzigen Wirkstoff, nämlich den Protonenpumpenhemmer Pantoprazol in Pantozol und Zacpac, dort allerdings in Kombination mit einem Antibiotikum und einem weiteren Stoff zur Eradikation des Bakteriums Helicobacter pylori, das als Verursacher für Magen-Darm-Geschwüre gilt. Jede Regulation bei dem Wirkstoff Pantoprazol (z.B. Festbetragsregelungen) oder gegenüber Mitteln mit diesem Wirkstoff wird die Firma in ärgste Probleme bringen. Es kann also gar nicht erstaunen, dass sie gegen den Festbetrag für Pantozol klagt. Nur: "Monokultur" in einem Angebot ist immer auf Forschungsdefi zite und Managementfehler zurückzuführen, da nicht frühzeitig für mehr Diversifi zierung mit sinnvollen Nachfolgeprodukten gesorgt wurde. Keines der Mittel ist als eigenständige Innovation zu betrachten, alle Mittel sind Analogprodukte ohne Zusatznutzen gegenüber anderen, bereits als Generika im Markt verfügbaren Präparaten. Altana ist daher höchst gefährdet, auf Grund mangelnder Vorsorge und Zukunftsplanung im Management der Firma "abzustürzen".
Tabelle 1.7
Schering (2003 ca. 225 Mio. Euro Umsatz, gegenüber dem Vorjahr + 1,1%) – Präparate mit den höchsten Umsatzanteilen
Schering-Präparat Anwendungsbereich Umsatzanteil Einführungsjahr
Betaferon Multiple Sklerose 45,4% 1996
Yasmin Verhütung 7,1% 2000
Diane Akne / Verhütung 6,4% 1978
Miranova Verhütung 4,8% 1996
Monostep Verhütung 4,4% 1993
Mirena Verhütung 3,5% 1997
Ilomedin Prostaglandin bei Durchblutungsstörungen, auch Pulmonale Hypert onie 3,6% 1993
Psorcutan Psoriasis 2,5% 1992

Der Schering-Umsatz "lebt" erkennbar von Betaferon, das in der GKV keinen Verordnungsbeschränkungen wie in Groübritannien unterliegt, und Hormonpräparaten, vor allem zur Schwangerschaftsverhütung, die nur für Frauen bis zum 20. Lebensjahr im Rahmen der GKV verordnet werden dürfen. Schering hat es bislang nicht geschafft, in anderen Indi kationsbereichen Forschungsaktivitäten aufzubauen, so dass z.B. bei einer verstärkten Risikodiskussion über Hormone die Stabilität des Unternehmens rasch gefährdet ist, dies wäre keine Schuld der GKV oder schlechter Forschungsbedingungen, sondern Beharren des Unternehmensmanagements auf einer "Kultur" weniger Indikationsgruppen. Betaferon ist der wichtigste Umsatzträger, eine Innovation zur Behandlung der Multiplen Sklerose, die auch im Rahmen der GKV ohne Beschränkung und ohne jede Regulation des Preises verordnungsfähig ist. Dies zeigen auch die Ergebnisse von Bilanzpressekonferenzen der vergangenen Jahre, die immer zweistellige Ergebnisse zwischen 10 und 20% als Gewinn ausgewiesen haben. Die Innovationsergebnisse der vergangenen 10 Jahre sind enttäuschend – Betaferon ist das letzte Produkt, das, abgesehen von einigen neuen "Pillenprodukten", die aber keineswegs therapeutischen Fortschritt anbieten, in diesem Zusammenhang genannt werden kann.

Tabelle 1.8
Merck (Darmstadt) (2003 ca. 129 Mio. Euro Umsatz, gegenüber dem Vorjahr + 0,6%) – Präparate mit den höchsten Umsatzanteilen
Merck-Präparat Anwendungsbereich Umsatzanteil Einführungsjahr
Concor Herz-Kreislauf 17,7% 1986
Concor plus Herz-Kreislauf Kom bination 5,7% 1994
Euthyrox Schilddrüse 10,4% 1973
Glucophage Diabetes 9,9% 1973
Dusodril Durchblutung 6,6% 1968
Solu-Decortin-H Kortison-Therapie 5,4% 1957
Jodthyrox Schilddrüse 4,9% 1985
Jodid Jodtherapie 4,0% 1975
Decortin Kortison-Therapie 3,6% 1955
Digimerck Herzinsuffi zienz 3,6% 1949
Morphin Schmerztherapie 3,5% 1915

Merck ist ein Pharmaunternehmen mit einer auffällig veralteten Produktpalette und keiner wirklichen Innovation in den vergangenen Jahrzehnten, allenfalls Partizipation an Analogproduktgruppen (Concor kommt aus der Gruppe der Beta-Rezeptorenblocker). Hierfür können nur schwere Managementfehler verantwortlich gemacht werden – Forschung für eine Absi cherung der Unternehmenszukunft wird bei Merck offensichtlich kaum bis gar nicht wichtig genommen. Dies mag der Grund dafür sein, dass Merck sein Heil in einer Generika-Firma, nämlich Merck-Dura, sucht. Dieses Unter nehmen hat im Jahre 2003 rund 70 Mio. Umsatz erzielen können – zu wenig, um im Markt der groüen Generika-Player wie ratiopharm, Hexal oder Stada (siehe Tabelle 1.1) eine wichtige Rolle spielen zu können.
Insgesamt stellt Merck ein m. E. aus Management-Sicht sträfl ich vernachlässigtes Unternehmen dar, das es in Zukunft wegen der defi zitären Unternehmensstrategie auüerordentlich schwer haben wird, zu bestehen.

Insgesamt zeigen diese wenigen Beispiele bekannter deutscher und im Zusammenhang mit forschenden Firmen genannten Unternehmen, dass es nicht die Rahmenbedingungen sind, die zum Niedergang der deutschen pharmazeutischen Industrie geführt haben, sondern die mangelhafte Umsetzung der Strategie, durch innovative Forschungsergebnisse in Zukunft in einem immer mehr von Fusionen und Globalisierung gekennzeichneten Markt zu bestehen. Dass aber auch Gröüe kein Garant für Stabilität ist, zeigt der Fall des umsatzstärksten Unter nehmens in Deutschland, der Firma Pfi zer, wenn die Diskussionen der vergangenen Monate berücksichtigt werden. Ein Blick auf dieses Unter nehmen soll daher an den Schluss gestellt werden.