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Arzneimittel-Report 2005 |
Falk Hoffmann
Unter Mitarbeit von Katrin Janhsen und Gerd Glaeske
Benzodiazepine (BZD) gehören zur Gruppe der Psychopharmaka. Seit
ihrer Entdeckung in den 1960er Jahren lösten sie aufgrund gröüerer
therapeutischer Breite die Barbiturate in verschiedenen Einsatzbereichen
ab. Benzodiazepine werden klassischerweise zur Behandlung
von Angst- und Unruhezuständen bzw. Schlafstörungen verwendet.
Die Abgrenzung in Hypnotika und Sedativa (z.B. Temazepam,
Lormetazepam, Flunitrazepam) bzw. Tranquillantien (z.B. Bromazepam,
Lorazepam, Diazepam) ist oft eher willkürlich und beruht weniger auf
pharmakologischen denn auf kommerziellen Aspekten (Dundar et al.,
2004). So unterscheidet sich das als zentral wirksames Muskelrelaxans
eingesetzte Benzodiazepin Tetrazepam in seiner Wirkung nicht grundlegend
vom Diazepam, allerdings liegen die Tagestherapiekosten etwa
10mal höher. Generell haben alle Benzodiazepine vier Wirkspektren. Sie
sind angstlösend (anxiolytisch), beruhigend (sedativ), muskelentspan nend
(relaxierend) und krampfl ösend (antikonvulsiv), wobei sich die einzelnen
Wirkstoffe in den jeweiligen Ausprägungen unterscheiden.