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Arzneimittel-Report 2005

1 Einleitung

2 Ergebnisse der Arzneimittelanalysen

3 Spezielle Analysen zu einzelnen Indikationsgebieten

  3.1 Hormontherapie in und nach den Wechseljahren – Welche Entwicklungen lassen sich derzeit ausmachen?
  3.2 Indikationsbereich Diabetes mellitus
  3.3 Erste Auswertungen des GEK-Disease Management Programms "Besser leben" für Typ-2-Diabetiker
  3.4 Benzodiazepine: Verordnungstrend erkennbar
   3.4.1 Benzodiazepine in Dauertherapie: Keine Evidenz verfügbar
   3.4.2 Benzodiazepine bei Älteren
   3.4.3 Stürze und hüftnahe Frakturen als Nebenwirkung
   3.4.4 Erster überblick über die Verordnungsdaten
   3.4.5 Dauertherapie ist typisch weiblich
   3.4.6 Neu und besser? Die Z-Drugs
   3.4.7 Alter Hut, neue Medikamente: Missbrauch von Zolpidem und Zopiclon
   3.4.8 Fazit
  3.5 Demenz – Probleme einer alternden Bevölkerung
  3.6 Neuroleptika
  3.7 Begleitmedikation bei ADHS

Neu Und Besser? Die Z Drugs

Falk Hoffmann
Unter Mitarbeit von Katrin Janhsen und Gerd Glaeske

Benzodiazepine (BZD) gehören zur Gruppe der Psychopharmaka. Seit ihrer Entdeckung in den 1960er Jahren lösten sie aufgrund gröüerer therapeutischer Breite die Barbiturate in verschiedenen Einsatzbereichen ab. Benzodiazepine werden klassischerweise zur Behandlung von Angst- und Unruhezuständen bzw. Schlafstörungen verwendet. Die Abgrenzung in Hypnotika und Sedativa (z.B. Temazepam, Lormetazepam, Flunitrazepam) bzw. Tranquillantien (z.B. Bromazepam, Lorazepam, Diazepam) ist oft eher willkürlich und beruht weniger auf pharmakologischen denn auf kommerziellen Aspekten (Dundar et al., 2004). So unterscheidet sich das als zentral wirksames Muskelrelaxans eingesetzte Benzodiazepin Tetrazepam in seiner Wirkung nicht grundlegend vom Diazepam, allerdings liegen die Tagestherapiekosten etwa 10mal höher. Generell haben alle Benzodiazepine vier Wirkspektren. Sie sind angstlösend (anxiolytisch), beruhigend (sedativ), muskelentspan nend (relaxierend) und krampfl ösend (antikonvulsiv), wobei sich die einzelnen Wirkstoffe in den jeweiligen Ausprägungen unterscheiden.