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Arzneimittel-Report 2005

1 Einleitung

2 Ergebnisse der Arzneimittelanalysen

3 Spezielle Analysen zu einzelnen Indikationsgebieten

  3.1 Hormontherapie in und nach den Wechseljahren – Welche Entwicklungen lassen sich derzeit ausmachen?
  3.2 Indikationsbereich Diabetes mellitus
  3.3 Erste Auswertungen des GEK-Disease Management Programms "Besser leben" für Typ-2-Diabetiker
  3.4 Benzodiazepine: Verordnungstrend erkennbar
  3.5 Demenz – Probleme einer alternden Bevölkerung
  3.6 Neuroleptika
  3.7 Begleitmedikation bei ADHS
   3.7.1 ADHS – Aufmerksamkeits-Defi zit-Hyperaktivitäts-Störung
   3.7.2 Ursachen von ADHS
   3.7.3 Medikamentöse Behandlung
   3.7.4 Wirkung von Methylphenidat
   3.7.5 Begleitmedikation bei ADHS
   3.7.6 Datengrundlage
   3.7.7 Ergebnisse
   3.7.8 Fazit

Begleitmedikation Bei ADHS

Gegenstand der vorliegenden Untersuchung zur Begleitmedikation bei ADHS sind Arzneimittel mit dem ATC Code (Anatomisch Therapeutisch Chemischer Code) N03 = Antiepileptika und N05 = Psycholeptika.

Antiepileptika werden eingesetzt bei Epilepsie. Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung, die hervorgerufen wird durch eine übererregbarkeit zentraler Neuronen. Ursache ist eine Erniedrigung der Krampfschwelle. Damit können Bewusstseinseintrübung oder Bewusstseinsverlust, motorische überaktivität oder auch Krämpfe verbunden sein. Antiepileptika sorgen unter anderem für eine Erhöhung der Krampfschwelle.

Zur Gruppe der Psycholeptika gehören Antispychotika, Anxiolytika, Hypnotika und Sedativa. Sie alle zählen zu den Psychopharmaka: dies sind zentral wirkende Substanzen, die Stimmungslage, Verhalten und intellektuelle Leistungen beeinfl ussen können. Antipsychotika (Neuropleptika) werden eingesetzt zur Behandlung von Persönlichkeitsstörungen, die verbunden sind mit Störungen des Erlebens oder der Beziehung zur Umwelt. Die antipsychotische Wirkung der Neuroleptika beruht auf einer Verminderung des Grundantriebs, einer Hemmung der gesteigerten psychomotorischen Aktivität und der Reaktionsfähigkeit. Dadurch wird auch aggressives Verhalten vermindert. Die Wirkung einiger Neuroleptika beruht auf einer Blockade von Dopaminrezeptoren in verschiedenen Bahnsystemen des Zentralnervensystems. Anxiolytika, auch bekannt als Tranquilizer, sind indiziert bei Spannungs-, Erregungsund Angstzuständen, Muskelverspannungen sowie beim Status epilepticus. Sie haben einen dämpfenden Einfl uss auf die Psyche und wirken entkrampfend auf die Muskulatur. Hypnotika und Sedativa sind Mittel zur Beruhigung und Beseitigung von Schlafstörungen.